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Unter Neuraltherapie versteht man die Behandlung von Erkrankungen durch die Injektion von Lokalanästhetika in sogenannte Störfelder. Lokalanästhetika sind Substanzen, die zur örtlichen Betäubung angewandt werden und die den meisten Menschen von Behandlungen beim Zahnarzt bekannt sind. Die Anwendung bei der Neuraltherapie geht allerdings über die betäubende Wirkung hinaus, sie verändern die elektrischen Vorgänge in den Störfeldern. Dies sind veränderte Teile des Körpers, die krankmachende Auswirkungen auf andere Körperteile haben.
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Narben, auch um innere Narben oder Narben im Kiefer nach Zahnextraktionen oder Entzündungen, jedoch können z.B. auch chronisch entzündete Mandeln, Zähne oder Kieferhöhlen als Störfeld wirken.
Die Behandlung eines Störfeldes wird durch die Infiltration von Lokalanästhetika wie z.B. Procain oder Lidocain durchgeführt.
Die Wirkung tritt in der Regel nach kürzester Zeit ein und ist unabhängig von der Art der Erkrankung.
Ein Schulterschmerz z.B. verschwindet sofort nach der Injektion des Lokalanaesthetikums in eine gestörte Narbe am Unterschenkel.
Ein Tinnitus ist nach Injektion an eine chronisch entzündete Mandel sofort leiser oder Rückenschmerzen bilden sich nach Injektion an eine gestörte Blinddarmnarbe zurück.
Auch hier gilt wie für die anderen therapeutischen Verfahren, daß sie im Zusammenspiel mit anderen Methoden noch wirkungsvoller sind, insbesondere mit den besonderen Verfahren der Akupunktur.
Einer neuraltherapeutischen Behandlung geht in der Regel eine sog. Störfelddiagnostik voraus, um den krankmachenden Herd zu identifizieren und nicht mehr oder weniger wahllos viele Körperstellen anzuspritzen.
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